Auf Jugendarbeiter Dominik Dozza wartet eine strenge Zeit

Dominik Dozza, Jugendarbeiter

 

Ein Jugendarbeiter hat alle Hände voll zu tun und vielfältige Aufgaben rund um Kinder und Jugendliche. Während die Kinder sich auf die Sommerferien freuen und vor allem das bevorstehende Pfarreilager kaum abwarten können, wartet auf Dominik Dozza eine strenge Zeit. Als Jugendarbeiter der Pfarrei trägt er die Hauptverantwortung für das Lager. Dennoch freut er sich – denn für ihn ist es einer der Höhepunkte im Jahr. Spassfaktor und Freude stehen auch im diesjährigen Lager an vorderster Stelle. Im Interview gibt er uns einen Einblick in seinen Berufsalltag und nimmt die Leser mit in die Vorbereitung des Pfarreilagers.

Ein Projektleiter mit viel Engagement und Leidenschaft

Herr Dozza, welches sind Ihre Aufgaben als Jugendarbeiter?

Lagerkinder und -leiter im Lager QUASI 16

Ich begleite verschiedene pfarreiliche Gruppen und bin an der Organisation einiger Projekte beteiligt. Dazu gehört das Pfarreilager, welches ich leite und mit anderen jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführe. Ich begleite und leite sie in ihrer Funktion als Gruppenleiter an. Auch die Kinderfasnacht und die Koordination mit dem Verein, den wir für diesen Grossanlass gegründet haben, steht unter meiner Leitung. Der Jugendchor Funtastic gehört ebenfalls in meinen Aufgabenbereich. Hier suche ich zusammen mit einigen Sängerinnen und Sängern die Lieder aus, organisiere alle Partituren und vor allem auch die Konzerte selbst. Jedes zweite Jahr findet in unserer Pfarrei ein Firmkurs statt. Da bin ich vor allem für das Organisatorische zuständig, begleite die Leiter und koordiniere die verschiedenen Projekte.  Das sind so meine grossen Aufgaben, bei denen ich mit Herzblut dabei bin.

Weiter haben wir eine offene Jugendarbeit, bei der wir in Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Küsnacht in der Freizeitanlage Sunnemetzg einen Platz für Jugendliche schaffen konnten. Begegnung und Begleitung von Jugendlichen stehen hier im Vordergrund. Natürlich gehört auch der ein oder andere Ausflug mit den Jugendlichen dazu. Das Seelsorgeteam der Pfarrei ist ein weiterer Tätigkeitsbereich, bei dem ich mitwirke. Da ist auch der persönliche Kontakt zu den Kollegen ganz wichtig.

Positive Echos sind sehr wertvoll und motivieren

Was ist das Schönste an diesem Beruf?

Idylle im Pfarreilager

Wenn ich ein Projekt anfange und etwas von neuem beginne, gibt es zum Glück immer gute Rückmeldungen. Sei es das Pfarreilager welches wir jedes Jahr mit neuen hochmotivierten Leitern durchführen können. Oder auch die Begeisterung an unserem Chorkonzert und den Erfolg, welchen wir über Jahre erreicht haben, gehört dazu.

Gibt es auch mühsame Seiten an diesem Beruf?

Natürlich, die gibt es in jedem Beruf. Bei mir ist es die Langwierigkeit mancher Prozesse. Ich mache gerne Nägel mit Köpfen. Wenn es dann mal zu lange dauert, kommt mir meine speditive Arbeitsweise in die Quere.

Das Pfarreilager hat eine lange Tradition!

In zwei Wochen beginnen die Sommerferien und somit auch das Pfarreilager. Weshalb ist das Lager bei Kindern und Jugendlichen so beliebt?

Abreise ins Pfarreilager

Es ist wirklich etwas ganz Aussergewöhnliches, was wir in der Pfarrei mit dem Pfarreilager aufgebaut haben. Das grosse Leiterteam setzt sich aus rund 28 Leitern zusammen. Die meisten von ihnen kamen schon als Kinder mit und haben sich vom Hilfsleiter über mehrere Jahre bis hin zum Leiter „hochgearbeitet“. Kürzlich war ich an einer Schulaufführung eines meiner Kinder. Da habe ich festgestellt, dass die Hälfte aller anwesenden Kinder einmal im Lager waren oder auch dieses Jahr wieder mitkommen. Die Menschen unserer Gemeinde haben einen enormen Bezug zu diesem Lager und jeder hat schon mal davon gehört. Kein Wunder ist somit, dass wir jedes Jahr schon nach kurzer Zeit ausgebucht sind und gar eine Warteliste führen müssen.

Was steht in diesem Pfarreilager auf dem Programm?

Das bleibt geheim! Ich kann nur verraten, dass wir nach St. Martin, Obersaxen gehen. Dort wartet eine Abenteuergeschichte auf die Kinder, welche bereits am Infoabend ihren Anfang genommen hat. Jedes Spiel, jeder Ausflug und jede Wanderung gehört zu dieser Geschichte. So bleibt es stets spannend. Es ist zwar sehr aufwändig, doch der Spass steht an vorderster Stelle.

Bei einem solchen Team kommt man am Morgen gerne zur Arbeit

Es scheint ein toller Beruf zu sein, den Sie mit Leidenschaft und Freude ausüben. Welche Ereignisse gehören denn bei Ihnen zu den Höhepunkten?

Funtastic-Chor

Das Funtastic-Chorkonzert und das Pfarreilager sind für mich Highlights. Auch die Kinderfasnacht gehört dazu, denn so etwas gibt es in der ganzen Umgebung nicht.

Was ist das Schönste in unserer Pfarrei?

Das Team! Wir haben ein solch gutes Team, da kann man weit suchen, bis man so etwas findet. Die Personen, die die Leitung wahrnehmen und der Teamzusammenhalt sind einfach nur fantastisch. Der Dank gehört hier sicherlich Matthias Westermann, der federführend in seiner Position dafür verantwortlich ist. Auch das Wohlwollen der Gemeinde meiner Person gegenüber ist unglaublich schön und überwältigend. Es macht einfach Spass, Teil dieses Teams und dieser Pfarrei sein zu dürfen.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für die Beantwortung meiner Fragen genommen haben. Für die kommende strenge Zeit wünsche ich Ihnen alles Gute und ein erfolgreiches Pfarreilager.

Tiziana Ballabio, Redaktorin