Der grosse Moment ist da

Stefanie Faccani – ein spannender Werdegang zur Katechetin Geschrieben am

Stefanie Faccani, Katechetin, Katholische Kiche
Stefanie Faccani

Stefanie Faccani arbeitet seit einigen Monaten in unserer Pfarrei als Katechetin. Davor besuchte sie ein Studium in Kunstgeschichte. Im Interview berichtet sie über ihren beruflichen Werdegang und den Weg zum katholischen Glauben.

Als Katechetin Teil eines hochmotivierten Teams

Liebe Frau Faccani. Sie sind nun bereits einige Zeit bei uns in der Pfarrei tätig. Haben Sie sich gut eingelebt und eingearbeitet?
Ja, vielen Dank. Ich freue mich, in der Pfarrei Küsnacht-Erlenbach mit ihrem vielseitigen Engagement und ihrem hochmotivierten Team mitarbeiten zu dürfen. In in einer wohlorganisierten und bestens eingerichteten Infrastruktur wunderbare Kinder unterrichten zu können, ist ein Privileg.

Bald steht die Erstkommunion an. Sind Sie und die Kinder bereit für diesen grossen und wichtigen Tag?
Wir feiern die Erstkommunion am 19. Mai. Bis dahin werden die Kinder und ich bereit sein für dieses schöne Fest. Dabei wird die erstmalige Begegnung der Erstkommunionkinder mit Jesus im heiligen Brot im Zentrum stehen. Ich hoffe, dass die Kinder Freude in dieser Begegnung spüren. Sie sollen von ihren Familien weiterhin darin unterstützt werden können, diese stärkende und beglückende Begegnung mit Jesus immer wieder zu erleben. Dies beispielsweise indem gemeinsam Gottesdienste besucht werden.

Sie arbeiten nicht Vollzeit bei uns. Üben Sie noch eine andere Tätigkeit aus?
Ich bin noch zu 45% in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon in Zürich – meiner Wohnpfarrei – als Katechetin tätig. Ausserdem arbeite ich dort als Aushilfe im Sekretariat und im Sakristanendienst. Als Kunsthistorikerin bin ich Referentin innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kunst über Mittag“ im Kunsthaus Zürich, ein Kursangebot der Klubschule Migros.

Von Kunstgeschichte zum Katholizismus

Ihr beruflicher Werdegang ging über ein Studium der Kunstgeschichte. Wie sind Sie schlussendlich hier gelandet?
Vor Jahren wollte ich meine Arbeitspensum vergrössern. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich als Mutter zweier Untikinder in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon von der Pfarreileitung angefragt, ob ich Sakristanendienste übernehmen würde. Nach einem Jahr folgte die Anfrage, ob ich zusätzlich als Katechetin arbeiten könnte mit berufsbegleitender Ausbildung.

Der Arbeitsbereich in der Kirche passte gut zu meinem bisherigen privaten und beruflichen Engagement: In der europäischen Kunstgeschichte nehmen die Architektur und die bildende Kunst einen grossen Platz ein. Sie ist in christlichem Umfeld entstanden oder selbst Ausdruck des offiziellen christlichen Glaubensverständnisses zum Beispiel in Kirchenbauten und ihren Ausstattungen.

Auch die Vermittlerrolle und die Rolle als Lehrperson waren mir vertraut und lieb durch die Leitung verschiedenster Kursangebote in der Erwachsenenbildung. Deshalb nahm ich diese neuen Herausforderungen in einer Pfarrei gerne an. Nach Abschluss der Ausbildung, an der Fachstelle für Religionspädagogik in Zürich, suchte ich weitere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Auf dieser Suche erhielt ich mit meiner früheren kaufmännischen Ausbildung und Berufstätigkeit zuerst die Gelegenheit, zusätzlich im Sekretariat in der Pfarrei Herz Jesu Wiedikon mitzuarbeiten. Später fand ich in der Pfarrei Küsnacht-Erlenbach die Stelle als Katechetin. Für beides bin ich sehr dankbar.

Die Einzigartigkeit der katholischen Gottesdienste

Sie sind nicht katholisch aufgewachsen. Wann und weshalb wussten Sie, dass Sie konvertieren möchten?
Ich bin reformiert aufgewachsen. Während der Zeit meines Studiums in Zürich besuchte ich Anlässe der evangelischen und der katholischen Hochschulgemeinden. Zudem war ich aktiv in meiner Wohnpfarrei in Zürich Wollishofen bei Gottesdiensten, in Bibellesegruppen und als Co-Leiterin in einer Senioren-Ferienwoche dabei. In der katholischen Hochschulgemeinde aki lernte ich katholische Gottesdienste näher kennen. Diese hatten mich immer zutiefst beeindruckt. War ich nicht in Zürich, besuchte ich im In- und Ausland am Sonntag Gottesdienste. Wenn es am Ort ein katholischer Gottesdienst war, besuchte ich diesen.

Die Kirchen und ihre Ausstattungen, das Feierliche der Liturgie, die Leseordnung, die Lesungen mit verschiedenen Lektorinnen und Lektoren, die Ministrantinnen und Ministranten, die Zeichenhaftigkeit, die Responsorien, die Musik, die liturgischen Farben, das Aufstehen, das Knien, die Kommunion, die Kommunionhelferinnen und -Helfer, das Zur-Kommunion-Gehen, der Weihrauch, das alles berührte mich. Und als ich Jahre später mit meinen Kindern im Vorschulalter Gottesdienste besuchen wollte, merkte ich, dass ich mit meiner Familie katholische Gottesdienste feiern wollte. Da mein Mann katholisch ist, wurde ich katholisch.

Was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf?
Ich darf in verschiedenen Berufen tätig sein: als Katechetin, Sekretärin, Sakristanin, Kunsthistorikerin. Die damit verbundene Aufgabenvielfalt ist etwas vom Schönsten. In dieser Aufgabenvielfalt sind immer wir Menschen und unser kulturelles, christlich geprägtes Leben Mittel- und Angelpunkt. Das ist wohl das Schönste.

3 Antworten zu “Stefanie Faccani – ein spannender Werdegang zur Katechetin

  1. Liebe Frau Faccani
    Schön, das unsere Kinder aus der Pfarrei von Ihrem vielseitigem Wissen profitieren können. Dafür bedanke ich mich ganz herzliche bei Ihnen.
    Auch meinerseits, wünsche ich Ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg bei allem was Sie machen.
    Liebe Grüsse,
    Louis Grosjean

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