Rückblick und Ausblick der Pfarrei – ein Gruss zum neuen Jahr Geschrieben am

Katholische Kirche Küsnacht Erlenbach Kirchturm beleuchtet
Die renovierte Kirche

Eines der beliebtesten Druckerzeugnisse unserer Pfarrei ist seit vielen Jahren der Pfarreikalender. Das Titelbild des aktuellen Kalenders zeigt unseren Kirchturm in der Nacht, weithin leuchtend. Somit ist er ein starkes und sichtbares Zeugnis aus Stein für die Ausstrahlung des gelebten Christentums. Wenn wir auf das Jahr zurückblicken, gilt allerdings vielmehr dies: Für die Ausstrahlung und das Zeugnis unserer Pfarrei haben Menschen gesorgt. All diejenigen, die sich engagieren: in unseren Gottesdiensten, bei unseren Veranstaltungen, hauptamtlich oder ehrenamtlich. So wurden unzählige sympathische Begegnungen und Glaubenserleben ermöglicht. Für all dies bin ich, Matthias Westermann, und all jene, die Verantwortung für die Pfarrei tragen, ausserordentlich dankbar. So soll dieser Gruss zum Jahresanfang kein Tätigkeitsbericht sein, sondern nur einzelne Mosaiksteine der vergangenen Monate hervorheben.

Gute neue Mitarbeiter zu finden bleibt eine Herausforderung

Pfarradministrator Karl Wolf ist wieder zurück

Pfarradministrator Karl Wolf kehrte im Herbst aus seiner Sabbatzeit zurück. Bei seiner Rückkehr fand er drei neue Mitarbeitende vor. Es ist ja mit Abstand die grösste Herausforderung für Leitungspersonen in einer Pfarrei, ein Team zu formen, das zusammenpasst und gerne miteinander arbeitet. Leider ist es uns nicht gelungen, die vakante Stelle des Jugendarbeiters neu zu besetzen. Ein Hinweis darauf, dass wir grösste Sorge dafür tragen müssen, dass junge Menschen das durchaus lohnende Berufsfeld Kirche überhaupt wahrnehmen. Die kirchliche Grosswetterlage tut wohl einiges dazu, dass dies von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Dem versuchen wir, so gut es geht, entgegenzusteuern. Wir bieten zum Beispiel ein Praxisjahr für einen Pastoralassistenten an und ermöglichen die Ausbildung von Katechetinnen. Alle Massnahmen unserer Kirche mit Blick auf sexuelle Gewalt und Machtmissbrauch, werden ohne Abstriche umgesetzt. Für uns ist völlig klar: Die Integrität des Gegenübers, ob Kind oder Erwachsener, ist absolut zu achten.

Von Jung bis Alt ist für jeden etwas dabei

Gottesdienstbesucher, die von auswärts zu uns kommen, sind immer wieder erstaunt über der Bandbreite unseres pfarreilichen Lebens und der Tatsache, dass alle Generationen stark vertreten sind. Dies erleben wir selbst immer wieder und sind froh darüber. Es ist ein wertvolles Charakteristikum unserer Pfarrei. Viele unserer Angebote stossen auf grosse Resonanz, sei es in der Kinder- und Jugendarbeit, bei unseren (kirchen-)musikalischen Anlässen oder auch in der Seniorenarbeit. So führt das Sommerlager für Kinder regelmässig Wartelisten, im Religionsunterricht haben wir Platzprobleme und die Räumlichkeiten im Pfarreizentrum stossen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Pfarrei steht für viele Menschen offen

Nachdem in den letzten beiden Jahren Renovationsarbeiten an Kirche und Pfarrhaus angesagt waren, erstrahlt nun vieles – befreit von den Baugerüsten – im neuen Glanz. Räume und Gebäude, in denen man sich wohl fühlt sind wichtig für eine Gemeinde. Und für viele Gruppen sind diese Räume zur Heimat geworden.

Im Sinne von Papst Franziskus soll auch jenen freundschaftlich begegnet werden, die sonst am Rande stehen und leicht übersehen werden. Das Projekt „Café International“ ist weiterhin ein Erfolg und wird von Flüchtlingen und Migranten, die in Küsnacht Aufnahme gefunden haben, gerne besucht. Dass diese Begegnungen nicht nur Einbahnstrassen sind, berichten diejenigen, die diese Arbeit mittragen und gestalten, immer wieder. Dies wurde im vergangenen Jahr auch auf besondere Weise deutlich beim Besuch der drei Ordensschwestern aus Uwemba/Tansania. Sie gaben auf eindrückliche Weise Einblick in ihr Leben und Arbeiten, so dass alle, die ihn miterlebten, zutiefst berührt waren. Nicht zuletzt stellten sie ohne jeden Zweifel klar, dass dort alle Spendengelder sinnvoll eingesetzt werden.

Auch im Jahr 2020 gibt es einiges zu feiern

Matthias Westermann und Kardinal Cleemis

Vieles, was im vergangenen Jahr in unserer Pfarrei wichtig war, wird auch das neue Jahr prägen. Und das ist auch gut so. Wir können es trotz aller Herausforderungen mit Zuversicht angehen. Als katholische Christen wollen wir nicht zu denen gehören, die allerorten nur Untergang sehen, alles ganz anders machen möchten oder gar in Hysterie verfallen. Wir freuen uns auf die vielen neuen Begegnungen, die die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung ermöglichen. Vor allem sind wir gespannt auf das Heilige Land, welches wir mit einer Pfarreigruppe im Mai bereisen.

Und immer wieder wird es gute Gründe geben zu feiern: Zum ersten Mal in der Pfarreigeschichte wird am Pfingstsonntag ein Kardinal mit uns Gottesdienst feiern, nämlich Baselios Cleemis Kardinal Thottunkal. Er ist Oberhaupt der mit Rom unierten Syro-malankarischen Kirche, wurde 2012 von Papst Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt und ist seit 2013 Vorsitzender der Bischofskonferenz von Kerala. Ein besonderes Ereignis begehen wir dann am 6. Dezember. An diesem Tag feiert unser Pfarradministrator Karl Wolf den 40. Jahrestag seiner Priesterweihe. Für die Gemeinde eine wunderbare Gelegenheit, Danke zu sagen für sein menschliches und priesterliches Engagement.

Ihnen, den Lesern und Leserinnen unserer Beiträge, wünsche ich im Namen des gesamten Teams ein gesegnetes und glückliches Jahr 2020!

Matthias Westermann

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