Heute nimmt die Pfarrei im Gottesdienst und beim anschliessenden Apéro Abschied von Hauswartehepaar Katica und Branko Tijan. Damit geht eine 27 jährige Ära zu Ende. Pfarreibeauftragter Matthias Westermann führte mit ihnen folgendes Interview:

In wenigen Tagen geht eure jahrzehntelange Anstellung in unserer Kirchgemeinde zu Ende. Wie geht es Euch damit?
Wir fühlen uns nicht so, als würde etwas zu Ende gehen. Wir bleiben weiterhin ein Teil dieser Gemeinde, wir geben lediglich unsere Aufgaben ab, nicht aber unsere Zugehörigkeit. Vermissen werden wir aber unser Team und die tägliche Zusammenarbeit mit all den Menschen, die uns über so viele Jahre begleitet haben.

Als Ihr vor 27 Jahren in Küsnacht begonnen habt, waren Euer Arbeitspensum und Eure Aufgaben noch nicht wirklich festgelegt. War das eine Hilfe für Euch?
Ja, das war für uns eine grosse Chance. Wir konnten unsere Ideen einbringen, vieles mitgestalten und dort anpacken, wo wir gebraucht wurden. Unsere Arbeit war flexibel und genau das hat sie für uns so besonders gemacht. Besonders dankbar sind wir für das grosse Vertrauen, das uns, lieber Matthias und die Kirchenpflege all die Jahre entgegengebracht haben. Mit Dir durften wir über all die Jahre Hand in Hand zusammenarbeiten, geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und einem gemeinsamen Weg.

Ihr habt die Pfarrei über einen sehr langen Zeitraum erlebt. Was hat sich in all den Jahren verändert?
Die Pfarrei ist mit den Jahren immer mehr zu einer Familie geworden. Die Menschen sind zusammengewachsen und die Kirchgemeinde wurde für viele zu einem Ort des Zusammenhalts und der Gemeinschaft.
Rückblickend auf Euer grosses Engagement: Gab es besondere Höhepunkte oder unvergessliche Momente?

Der grösste Höhepunkt waren für uns die Menschen. Die grosse Wertschätzung, die Anerkennung und die Liebe, die wir all die Jahre von der Gemeinde, dem Team und den Mitarbeitenden erfahren durften, haben uns tief berührt. Zu spüren, dass unsere Arbeit geschätzt wurde, war für uns das schönste Geschenk und etwas, das wir für immer im Herzen tragen werden.
Unvergesslich bleiben uns aber auch die vielen Anlässe, die wir gemeinsam gestalten durften, wie das Töggeliturnier, die Chränzete oder das Essen für die Unterrichtskinder vor den Ferien. Diese Momente werden uns immer in schöner Erinnerung bleiben.
Eure Nachfolger sind bereits da und haben, wie Ihr damals, kleine Kinder. Was möchtet Ihr ihnen mit auf den Weg geben?
Diese Arbeit lässt sich wunderbar mit dem Familienleben verbinden. Uns war es immer wichtig, gemeinsam mit unseren Kindern am Familientisch zu essen und für sie präsent zu sein. Diese Balance zwischen Beruf und Familie war für uns ein grosses Geschenk.
Wie geht es Euch an Eurem neuen Wohnort in Zollikerberg und welche Pläne habt Ihr für den Ruhestand?

Wir fühlen uns in Zollikerberg sehr wohl und herzlich aufgenommen. Nun geniessen wir die gemeinsame Zeit und freuen uns auf viele schöne Erlebnisse. Unsere nächste Reise ist bereits gebucht und wir blicken mit Freude auf die gemeinsamen Abenteuer, die vor uns liegen.
Herzlichen Dank für Alles, was Ihr beide für unsere Pfarrei geleistet habt und für Eure Verbundenheit zu all jenen, die mit Euch hier gewirkt und sich eingesetzt haben.