Maria Schmidli

Es ist eine Ehre den Namen der Gottesmutter Maria zu tragen Geschrieben am

Maria, die Mutter Gottes, begegnet uns in vielen Bildern. Auf der einen Seite schön und lieblich, mütterlich und hingebungsvoll, ohne Fehl und Tadel. Auf der anderen Seite gibt es Bilder von Maria, die mit beiden Füssen fest auf der Erde steht – mitten im Alltag, zum Greifen nah, mit Problemen, die auch unsere sein könnten. Der Marienmonat lädt ein, einen neuen und je eigenen Zugang zu Maria zu finden. Was also liegt im Monat Mai näher, als eine Person zu befragen, die den Namen Maria trägt und sich in unserer Pfarrei engagiert? Gefunden haben wir Maria Schmidli. Seit vielen Jahren packt sie für die pfarreilichen Geburtstagsbesuche die Geschenke kreativ und phantasievoll ein. Und sie war bereit auf unsere Fragen zu antworten.

Meinen Geschwistern verdanke ich den Namen

Frau Schmidli, Ihre Eltern haben Ihnen den Namen Maria gegeben: Ist das für Sie etwas Besonderes?

Maria Schmidli
Maria Schmidli

Ja, mein Name bedeutet mir viel. Ich kam als siebtes und letztes Kind der Familie zur Welt. Meine sechs Geschwister stritten sich, weil jedes mir einen Namen geben wollte. Durchgesetzt hat sich die älteste Schwester. Und zwar mit dem Argument, dass alle Geschwister den Namen eines Heiligen, einer Heiligen, hätten. Nun fehle aber noch der Name der Gottesmutter Maria. Das wurde mir immer wieder erzählt. Ich war und bin bis heute davon berührt, dass meine Geschwister für mich diesen Namen ausgewählt haben.

Ist dieser Name und die Verehrung der Gottesmutter Maria auch mit besonderen Kindheits- und Jugenderinnerungen verbunden?

Meine Mutter war eine grosse Marienverehrerin. So kam es, dass ich von Kind auf von Maria begleitet war. Ich kann eigentlich sagen, dass sie mich miterzogen hat. Denn anstatt mit mir zu schimpfen, wenn ich ungezogen war, sagte meine Mutter: Jetzt ist aber die Gottesmutter traurig. Und das wollte ich natürlich auf keinen Fall. Ich wollte ihr doch Freude machen! Also bemühte ich mich, wieder brav zu sein.

Ich möchte auch ein Vorbild sein

Für viele Menschen ist ja heute die Marienverehrung ganz fremd geworden. Trotzdem ist mir aufgefallen, dass vor der Marienfigur in unserer Pfarrkirche immer wieder Kerzen brennen. Wie erklären Sie sich das?

Engagiert bei der Arbeit
Engagiert bei der Arbeit
Marienfigur im Pfarrhausgarten von Küsnacht
Marienfigur im Pfarrhausgarten von Küsnacht

Ich denke, dass Maria eine Frau ist, die alles durchlebt hat, was viele von uns Frauen auch erleben. So kann sie uns schwesterlich nahe und Vorbild sein kann. Sie war jung, Braut, Ehefrau, Mutter und Witwe, und den Menschen zugewandt. Sie hat bei der Hochzeit von Kanaa als Erste gemerkt, dass dem Brautpaar der Wein ausgegangen ist. Sicher wollte sie dem jungen Paar voller Mitgefühl diese Peinlichkeit ersparen.

Ich weiss, dass Sie sich sehr in unserer Pfarrei engagieren. Hat dies auch etwas mit Maria zu tun? Ist sie Ihnen ein Vorbild?

Ich meine schon, dass sie mir immer ein Vorbild war – durch ihr Leben. Ihr JA bei der Verkündigung ist ein grosses Zeichen ihres Gottvertrauens, und dass sie mit Jesus den Weg ging, bis zum Kreuz, das bewegt mich immer wieder. Und dass sie dann den Weg weiterging, den Jesus vorangegangen war und den Aposteln half, und sich einsetzte für die Menschen. Das ist für Christen doch vorbildlich. Da ist sie mir ein Vorbild. Und im Kleinen möchte ich auch einen Dienst tun, in der Kirche und an Menschen, die es nötig haben.

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