Neuwahlen und Wiederwahlen

Diakon Matthias Westermann als Pfarreibeauftragter wiedergewählt Geschrieben am

Matthias Westermann
Matthias Westermann

Diakon Matthias Westermann musste sich auf der Kirchgemeindeversammlung am 20. Juni 2018 turnusgemäss einer „Erneuerungswahl“ für die kommenden drei Jahre als Pfarreibeauftragter stellen. Zum Ausgang der Wahl hat er uns folgende Fragen beantwortet.

Einstimmig wiedergewählt

Herzlichen Glückwunsch zur einstimmigen Wahl als Pfarreibeauftragter.

Danke. Es war wirklich ein ausserordentliches Vertrauensvotum, das mich sehr gefreut hat.

Waren Sie nervös?

Irgendwie schon, obwohl ich mir ja sicher war, dass ich meine Arbeit ordentlich tue. Aber klar, es ist und bleibt eine Wahl, deren Ausgang niemand voraussagen kann. Und es haben ja in der Vergangenheit auch Pfarrer, und kürzlich auch eine Pfarreibeauftragte, diese Erneuerungswahl nicht bestanden. Und es gab auch schon Fälle, bei denen man Amtsinhabern nahegelegt hat, sich gar nicht zur Wahl zu stellen, weil sie diese nicht bestehen würden.

Welche Bedeutung hat diese Wahl für Sie?

Wie ich schon gesagt habe, ist es ein wirklicher Akt des Vertrauens, der ja auch Wertschätzung ausdrückt. Ohne diese Wertschätzung kann kein Seelsorger in einer Gemeinde arbeiten. An der Kirchgemeindeversammlung habe ich das nach erfolgter Wahl so formuliert: Niemand kann allein eine Pfarrei bewegen, sondern ist immer angewiesen auf die Unterstützung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Gremien. In gewisser Weise wurde so über die ganze Mannschaft abgestimmt und ein positives Votum über die Pfarreiarbeit öffentlich gemacht.

Wissenswertes zu den Wahlen als Pfarreibeauftragter

Warum wird eigentlich der Pfarreibeauftragte gewählt und was ist der Unterschied zur Pfarrwahl?

Die Pfarrwahl gibt es ja, seitdem die römisch-katholische Kirche in unserem Kanton öffentlich-rechtlich anerkannt ist. Aufgrund des Priestermangels konnten in den letzten Jahren immer weniger Pfarrwahlen durchgeführt werden. Die neue Kirchenordnung aus dem Jahr 2009 sah nun vor, dass überall dort, wo kein Pfarrer gewählt werden kann, ein Pfarreibeauftrager gewählt werden muss. Also eine Pastoralassistentin oder ein Pastoralassistent oder ein Diakon. Die Gemeinde muss das Recht haben, über ihre Leitungsperson abzustimmen. Seit 2012 wird nun im Kanton Zürich diese Wahl durchgeführt. Der Pfarrer wird übrigens für sechs Jahre gewählt, der Pfarreibeauftragte nur für drei.

Wer darf gewählt werden?

Nur Personen, die eine bischöfliche „Missio“, also einen bischöflichen Auftrag erhalten haben, sind für dieses Amt wählbar. Diese Urkunde lag dem Wahlleiter vor, sonst wäre die Wahl an diesem Tag gar nicht möglich gewesen. Diese bischöfliche Beauftragung ist übrigens sechs Jahre gültig. Damit dürfte ich also auch noch – wenn ich will – ein nächstes Mal antreten.

Warum wird Pfarrer Karl Wolf nicht gewählt?

Das werde ich öfter gefragt. Karl Wolf führt den Pfarrertitel, weil er früher schon einmal Pfarrer gewesen ist. Dieser Titel bleibt einem Pfarrer das Leben lang erhalten, das ist so üblich in der Kirche. Hier bei uns ist er allerdings Pfarradministrator und nicht gewählter Pfarrer. Als Pfarradministrator stellt er die vom Kirchenrecht vorgeschriebene priesterliche Leitung einer Pfarrei sicher.  Kurz gesagt: Einen Pfarreibeauftragten gibt es nur an der Seite eines Pfarradministrators. Gäbe es in Küsnacht wieder einen gültig gewählten Pfarrer, wäre das Amt des Pfarreibeauftragten damit hinfällig.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Viel Erfolg für die nächsten drei Jahre. 

2 Antworten zu “Diakon Matthias Westermann als Pfarreibeauftragter wiedergewählt

  1. Lieber Matthias,
    ich freue mich sehr über Deine einstimmige Wiederwahl als Pfarreeibeauftragter!!! Überrascht hat mich dieses gute Resultat jedoch nicht! Ich freue mich mit Dir und gratuliere Dir herzlich! Agnes

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