Danke für die vielen Jahre als Kirchenpflegepräsident Geschrieben am

Willy Bischofberger
Willy Bischofberger

An der Kirchgemeindeversammlung vom 20. Juni 2018 wurde ein neuer Kirchenpflegepräsident gewählt. Im Interview schaut Willy Bischofberger zurück auf die vielen Jahre in diesem Amt und die zahlreichen Aufgaben, welche er erfolgreich umsetzen konnte.

«Vier Jahr musst Du, acht Jahr sollst Du, zwölf Jahre darfst Du»

Herr Bischofberger, Sie haben Ihr Amt  jetzt an Ihren Nachfolger abgegeben. Wie fühlen Sie sich?
Ich strahle und dies aus zwei Gründen. Einerseits haben wir im Team während meinen Präsidialjahren viel Wertvolles erreicht. Wir haben zehn neue Persönlichkeiten eingestellt, die Kosten unter Kontrolle und den Steuersatz stabil gehalten, die Abstimmung zur Kirchensteuer-Initiative gewonnen, Beziehungen über die Pfarrei hinaus intensiviert, Sanierungen in Erlenbach und Küsnacht durchgeführt und – als Innovation, die mich besonders freut – diesen eNewsletter initiiert. Dies war nicht meine Leistung, sondern die unseres Teams, ich war bloss der Dirigent.

Andererseits kann ich mein Amt in gute und erfahrene Hände legen. Louis Grosjean hat einen sehr guten bisherigen Leistungsausweis. Er kennt die Pfarrei bestens und die Pfarrei kennt ihn. Und mit Michael Zimmermann haben wir einen fähigen und motivierten Mann als Nachfolger von Louis als Gutsverwalter und Finanzchef gefunden. Unserem ganzen, gut eingespielten Kirchenpflege-Team traue ich zu, weiterhin gute und weise Entscheide für die Zukunft zu treffen, was den Kirchensteuersatz, neue Projekte, neue Stellen, Seelsorgeraum und Standortentwicklungen angeht.

Dann war es die richtige Entscheidung und der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt?

Mitglieder der Kirchenpflege
Mitglieder der Kirchenpflege

Ja, das denke ich – sowohl für mich als auch für die Pfarrei. Bei solchen Ämter gilt für mich die Regel: «Vier Jahr musst Du, acht Jahre sollst Du, zwölf Jahre darfst Du». Es braucht eine gewisse Kontinuität, aber auch keine Sesselkleber, sondern auch wieder frisches Blut und neue Ideen. Gehen wir mit der Zeit, sonst gehen wir mit der Zeit.

Das Team rund um den Kirchenpflegepräsidenten

Was hat Ihnen an dieser Tätigkeit besonders gefallen und was werden Sie vermissen?

Die Zusammenarbeit mit vielen tollen Leuten, die eindrücklichen Reisen in die Heimat jedes einzelnen Kirchenpflegers und alle Kirchenwiedereintritte, die ich während meiner Amtszeit unterzeichnen durfte.

Welche neuen Herausforderungen warten auf Sie?

Das Präsidium der Katholischen Schulen (FKSZ) ist doppelt so aufwendig wie ursprünglich gedacht. Es gefällt mir aber sehr gut, denn die katholischen Schulen stehen als Privatschule in einem sehr scharfen Wettbewerb zu den vielen öffentliche Schulen die gratis sind und 162 anderen Privatschulen im Kanton Zürich. Hier kann ich meine unternehmerische Innovationskraft noch besser zum Einsatz bringen. Wir müssen unsere einmaligen Stärken gegenüber dem Wettbewerb erkennen und darauf aufbauen. Ich glaube, diese einmalige Stärke gefunden zu haben: das einmalige weltweite Netz der katholischen Kirche. Ein so globales Netzwerk wie wir hat keine zweite Schule. Darauf sollten wir bauen.

Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger in diesem Amt?

Kurze Sitzungen.

Vielen Dank für die vielen Jahre als Kirchenpflegepräsident. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.

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